zusatzraum
Credit / Image by Thilo Härdtlein: www.haerdtlein-foto.de
Der “Zusatzraum” von Exilhäuser Architekten ist nicht so provisorisch wie ein Zelt, aber auch nicht so beweglich wie ein Wohnmobil: ein temporär aufzustellendes Haus. Eine Raumzelle, die sich mit wenig Aufwand “einpacken” und auf einem Tieflader zum nächsten Ort fahren lässt.
Der “Zusatzraum” ist nicht als autarkes Gebäude konzipiert, sondern bietet mit Stromanschluss und Datenleitungen die Möglichkeit zur schnellen Erweiertung eines Haupthauses, quasi als Satellit. Vorstellbar ist auch die Gruppierung mehrerer “Zusatzräume” um eine stationäre Sanitäreinheit – das Campingplatzprinzip.
Funktional stellt der Zusatzraum eine Erweiterung von Wohn- und Arbeitsraum dar, einen Messestand, eine Infobox, den Pavillon / das Atelier in der Stadt oder den geschützten Rückszugsort auf der Wiese im Garten.
Das Gebäude mit einer Länge von 4,0 m, einer Breite von 2,0 m und einer Höhe von 3,5 m verfügt über eine Nutzfläche von 12 m2. Das Volumen ist in 3 Räume gegliedert, die unterschiedliche Nutzungen erlauben (Arbeitsraum, Halle, Schlafraum).
Die Tragkonstruktion besteht aus einer Holzschale, die Fassaden aus Stahlprofilen mit Stegplatten, transparenten und farbigen Plexiglasscheiben. Im Inneren ist der Prototyp mit einer Nussbaum-Vorsatzschale ausgebaut, die sämtliche Installationen aufnimmt. In die Vorsatzschale sind Klappmöbel integriert (Tisch, Regal, etc.) Mittels elektronischer Steuertechnik können verschiedene Lichtstimmungen erzeugt werden.
Aufgrund seiner Dimension und der Tatsache, daß er auf einer Art primitiven Fahrwerk steht (6 m lange Rundbalken die als Terasse mit Holzbohlen beplankt werden können) benötigt der Zusatzraum keine Baugenehmigung, er wird temporär aufgestellt und bedarf lediglich eines Standplatzes.
Das Gebäde ist als fertiges Produkt über Exilhäuser Architekten zu beziehen und wird fertig montiert per LKW an den Bestimmungsort gebracht.
Exilhäuser Architekten/ Pfaffing:
Bibi Kammerl, Eik Kammerl, Katrin Aldenhoven, Jörg Pottrick
Sponsoren des Prototyps:
Merk Holzbau GmbH, Zumtobel Staff, Schober Innenausbau
Der Zusatzraum ist in das Markenregister beim Deutschen Patent-, und Markenamt eingetragen.
um 15.000 Euro
Quellen / Copyright:
Foto von Thilo Härdtlein – Fotografie – www.haerdtlein-foto.de/
Entwurf von Exilhäuser Architekten – http://www.exilhaeuser.de/
Projektseite Zusatzraum – http://www.zusatzraum.de/
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