eigen woning + kantoor

Credits:
http://www.sculp.it/ (architects) and http://www.roymans.com/ (photography)

This is NOT a container-prefab!

Den Architekten sculp(it) zufolge definieren räumliche Einschränkungen (in diesem Fall 60 qm) die Grenze zwischen eigentlich Notwendigem und purem Luxus. Nutzfläche ist großartig, aber nicht der wichtigste bestimmende Faktor “angenehmen Lebens”.

Bei diesem Projekt “eigen woning + kantoor”, ihrem eigenen Wohn- und Bürohaus hat für die Architekten Pieter Peerlings und Silvia Mertens das Respektieren der Gegebenheit einer 2,4 m breite Baulücke puren Luxus und Freiheit zur Folge, einen Platz in der Stadt, Komfort und die Möglichkeit, in bezahlbaren Raum zu leben.

Neben den räumlichen Begrenzungen legten die Architekten auch Wert auf eine strikte Planung und einen kurzen Bauprozess. Das Prinzip der Anpassung an bestehende Situationen, einfache Konstruktionsweisen und Riskobereitschaft sollen auch symbolisch für die Effizienz dieses Hauses stehen.

Vier Holzdecken zwischen zwei bestehenden Wänden, in einem Stahlskelett hängend, organisieren dieses Haus:
im Erdgeschoss Arbeiten, Kochen auf der zweiten Ebene, Relaxen auf der dritten, Schlafen auf der vierten und auf dem Dach das Genießen der Aussicht. Die Infrastruktur für Sanitär, Heizung und Elektrizität wird durch schwarze Kunsstoffrohre gewährleistet, die in den doppelten Holzböden horizontal angeordnet sind und die Decken vertikal durchstoßen. Durch dieses technische Konzept konnten die schon existenten sichtbaren Wände intakt bleiben. Alle festen Einbauten wurden von den Architekten selbst entworfen und auf den engen Raum jeder Ebene ausgerichtet. Diese Elemente wurden aus rostfreiem Stahl gefertigt.

Bemerkenswert ist die Fassade. Die einzige Trennung zum Außenraum besteht aus ist Glas, gerahmt durch schwarze Fensterrahmen. Die Architekten sehen in der Transparenz keine Notwendigkeit, vergleichen das Ergebnis aber gern mit einem lebenden Gemälde: alle Facetten des Lebens werden auf jeder Ebene gezeigt. Die Transparenz bietet einerseits ein Schaufenster für die Haltung und das Selbstverständnis der Architekten zum anderen wird hier bewusst auf die gewerbliche Geschichte des Viertels hingewiesen: Prostitution. Mit diesem Gebäude verleihen Pieter Peerlings und Silvia Mertens nicht nur ihrer Offenheit Ausdruck, sondern kommunizieren auch eine Sympathie für ihre Umgebung.

Abmessungen: Höhe 12,0 m / Breite 2,40 m / Tiefe 5,50 m

Quellen/Copyright:
sculp(IT), Pieter Peerlings & Silvia Mertens, Antwerpen
http://www.sculp.it/
Photographer Luc Roymans – http://www.roymans.com/

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